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Deutsches Werkzeug­museum

Hands-on Wissen zu Remscheids Werkzeugkompetenz

Werkzeug ist so alltäglich, dass wir kaum darüber nachdenken. Bei uns tauchst du in die Geschichten von Traditionen und Innovationen ein, die Remscheid berühmt machten. Wie wurde das Werkzeug hergestellt? Wer hat es gekauft? Mit welchen Orten in der Welt Remscheid seit langem vernetzt ist, erfährst du bei uns.
Das Museum steht in echten Fabrikhallen. Viele der Exponate sind echte Remscheider Originale. Neben den Hintergründen der Dinge erzählen wir aber auch die einzigartigen Geschichten hiesiger Charaktere und Unikate.

Du stehst in einer Fabrik

Unsere Hallen wurden nicht für ein Museum gebaut. Die Shedhalle von 1897 war eine Produktionshalle für bis zu dreißig Werkzeugmaschinen, angetrieben von einer einzigen Dampfmaschine nebenan. Wer sie gebaut hat und wie hier gearbeitet wurde, erzählen wir auf der Seite zum Ensemble.

Wird gerade umgebautCleffstr. 2-6, 42855 Remscheid
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© Thomas Wunsch
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Nimm es selber in die Hand! Dauerausstellung von 1998

Unsere 1998 eröffnete Dauerausstellung hat 13 Kapitel. Hier erhältst du einen ersten Einblick.

Die Besonderheit der Dauerausstellung:
An unseren Mitmachstationen probierst du aus, was du gerade gesehen hast. Für den Rundgang leihst du dir kostenlos einen Multimedia-Guide oder lädst die App auf dein eigenes Smartphone, für Kinder haben wir Rätselhefte und die Werkzeugkiste.

Werkzeug im Wandel: Stein, Bronze, Eisen, Stahl

Bereits in der Altsteinzeit nutzen die Menschen Werkzeuge, um sich das Leben leichter zu machen. Hier findest du einen Short Cut durch 500.000 Jahre von Altsteinzeit bis Hochmittelalter und darfst selbst eines der frühesten Werkzeuge der Menschheit benutzen. Ein nachgebauter Rennofen zeigt dir, wie Menschen im Mittelalter Erze schmolzen, um sie zu verarbeiten.

Werkzeughandel

Schon im Mittelalter wurden Kleineisenwaren aus dem Herzogtum Berg in Köln gehandelt. Im 18. Jahrhundert waren die hiesigen Kaufleute hiermit außerordentlich erfolgreich. Es ist überliefert, dass der Kaufmann Johann Gottlieb Diederichs wohl eine Reihe eigener Schiffe besaß und eine nicht unerhebliche Anzahl an Schiffen, die seine Waren transportiert, während der Kaperkriege verloren gingen. Das Kapitel erzählt exemplarisch anhand der berühmten Firma Johann Bernhard Hasenclever & Söhne, 1786 in Remscheid gegründet, die Geschichte eines weltweiten Handelshauses. Schau dir an, wie die Kaufleute früher reisten, und wie sie weltweit Kunden überzeugten.

Ergonomie

Dein Handy liegt gut in der Hand? Du achtest sorgfältig darauf, dem „Tennisarm“ und anderen Entzündungen beim Arbeiten am Computer vorzubeugen? Dass dir beim Arbeiten möglichst nichts passiert, dafür sorgen heute Experten. Aber auch früher wusste man, dass es wichtig ist, Arbeitsgeräte anzupassen, um die Gesundheit zu schonen. Probiere bei uns aus, mit welchen Geräten sich am besten arbeiten lässt.

Der Feilenhauer

Was schlägt sich am besten im langsamen ¾ Takt? Ein Feilenhauer bearbeitete einen Rohling mit bis zu 200 Hieben pro Minute. Probiere es bei uns aus, ob du im Walzer-Rhythmus arbeiten kannst.

Lichtbogenofen

Auf unserem Gelände wurde Technikgeschichte geschrieben. Der Remscheider Industrielle Richard Lindenberg goss hier im Februar 1906 die erste Charge Elektrostahl weltweit. Heute sind die Anlagen der Salzgitter AG und anderer Stahlwerke ein bisschen größer. Der grüne E-Stahl wird aber immer noch nach demselben Prinzip hergestellt. Den Ofen als authentisches Zeugnis der Industriegeschichte findest du in unserer Ausstellung.

Nahtlose Rohre

Schau dir bei uns an, wie es gelang, aus einem kompakten Metallblock ein nahtloses Rohr zu formen. Denn die beiden berühmten Erfinder Max und Reinhard Mannesmann stammen ursprünglich aus Remscheid-Bliedinghausen. Zwar steht das Wohnhaus mit dem berühmten Erfinder-Keller heute im LVR-Freilichtmuseum Kommern. Wir erklären dir dafür, was es mit dem Pilgerschritt und dem Schrägwalz-Verfahren auf sich hat.

Dampfmaschine und Transmission

Kein Industriemuseum ohne Dampfmaschine! Auch wir haben eine. Die von der 1884 in Remscheid gegründeten Werkzeugfabrik Heinrich Reinholdt angekaufte und eingesetzte Dampfmaschine wurde im Zuge der 1998 eingerichteten Dauerausstellung zu uns umgesetzt. Sie erzählt davon, wie in Remscheid wie in allen Teilen des Rheinlandes und Westfalens nach 1815 die Industrialisierung Fahrt gewann. Und alles veränderte. Für die Produktion von Kleineisenwaren im Bergischen ist die Dampfmaschine dennoch nur bedingt charakteristisch, da hier oftmals vorindustrielle Kraftantriebe oder kleinere Dampfmaschinen eingesetzt wurden, teilweise bis in die 1960er Jahre. Man war schon immer pragmatisch und kostenbewusst. Wenn unsere Dampfmaschine Fahrt aufnimmt, zeigt sie dir, wie sie eine ganze Reihe von Werkzeugmaschinen über den Transmissionsriemen antreibt.

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Unser Rallyeheft für kleine Entdecker

Für kleine Entdecker

Punkt, Punkt,Komma, Strich: Gerd Arntz zeigt seine Bilder für dich!

Gerd zeigt!

Gut zu wissen

Wir erneuern das Museum in Etappen. Einzelne Bereiche können deshalb zeitweise geschlossen sein. Schau vor deinem Besuch nach den aktuellen Öffnungszeiten.